Wegen der Corona-Krise will Bundesfinanzminister Scholz im kommenden Jahr offenbar neue Schulden in Höhe von rund 81,5 Milliarden Euro aufnehmen. Zudem sei für dieses Jahr ein Nachtragshaushalt mit 60,4 Milliarden Euro zusätzlichen Schulden geplant. Zusammengenommen würde der Schuldenberg des Bundes damit durch die Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 um rund 450 Milliarden Euro wachsen. Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner übt scharfe Kritik an den Zahlen und spricht von einem neuen Schuldenhammer. „Beim Schuldenmachen gibt es für ihn offenbar kein Halten mehr. Jetzt kündigt er für 2022 schon wieder einen neuen Schuldenhammer an“, so Lindner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Dagegen wolle der SPD-Politiker vorhandene Rücklagen nicht anfassen, „vermutlich, weil er Spielraum für Wahlgeschenke als Kanzlerkandidat behalten will“. Ähnlich äußert sich FDP-Fraktionsvize Christian Dürr: „Schulden ohne Sinn und Verstand, das ist das Motto dieser Koalition.“ Die Freien Demokraten fordern eine Rückbesinnung auf Haushaltswahrheit und Haushaltsklarheit.

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